E&S-Bereich: Was sind Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten? Wenn ein Kind im Umgang mit sich selbst, Sachen und Personen von dem was man von ihm erwarten könnte in seinem Verhalten negativ abweicht, fällt dies den Menschen, die mit ihm umgehen, auf. Das zeigt sich, indem sinnvolle Zustände und Handlungsabläufe nicht stattfinden (z.B. mit anderen Kindern spielen, Kontakt aufnehmen, Anweisungen registrieren bzw. befolgen usw.). Gleiches gilt, wenn das Zusammenleben mit dem Kind oder seine Entwicklung gefährdet, beeinträchtigt oder gar verhindert werden. (angelehnt an Heinz Bach) Orientierungssystem zur Erkennung und Beurteilung von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten Die Beurteilungskriterien müssen immer wieder reflektiert werden - niemand beurteilt objektiv! 1. Verhalten muss immer im Zusammenhang mit einer Situation gesehen werden. Kein Verhalten ist grundsätzlich angemessen oder störend. 2. Bei der Diagnose von Verhaltensauffälligkeiten müssen die Situationen des Auftretens, die Erwartungen und Intentionen, der persönliche Hintergrund und die Umwelt des Kindes / Beobachters berücksichtigt werden. 3. Regelverstöße sind nicht gleichzeitig auch Anzeichen für Verhaltensauffälligkeiten. 4. Es sollten keine voreiligen Beurteilungen stattfinden. Sonst könnten unangemessene Reaktionen und Maßnahmen ausgelöst werden. 5. Eine Beurteilung darf nur auf das Verhalten und nicht auf die Person selbst abzielen. „Verhaltensauffällige" sind keine „Verhaltensgestörten". Individuelle Förderung an der Schule Ziele der individuellen Förderung: - Erwerb sozialer und emotionaler Kompetenzen (z.B. Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Regelverständnis, Selbstwahrnehmung, Frustrationstoleranz, ...) - sicherheitsgebende Strukturen - enge Schüler-Schüler und Schüler-Lehrer Beziehungen Ziele werden erreicht durch - kleine, auch für Schüler überschaubare Lerngruppen mit festen Bezugspersonen - soziales Lernen als ein Schwerpunkt des Unterrichts - geregelte Tages- und Stundenabläufe - ein überschaubares, einheitliches Regelsystem - Einbindung in ein Netzwerk der Förderung - intensive Elternarbeit Unterstützung erfahren wir hierbei durch: - „time-out"-Kooperationsprojekt der Stadt Arnsberg: Hier werden die Schüler in sozialen Lerngruppen während der Unterrichtszeit von erfahrenen Pädagoginnen des SKF speziell im sozialen und emotionalen Bereich gefördert. In Kooperation mit dem Klassenlehrer werden die Unterrichtsinhalte nicht unter fachlichen Gesichtspunkten, sondern unter dem Schwerpunkt der sozialen Integration und Selbstverantwortung erfahrbar gemacht. Grundlegendes Ziel ist in diesem Bereich die Rückführung der Schüler zur Regelschule. |